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Dienstag, 1. Juni 2010

Buchvorstellung: Separator (3/3)

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Die Hölle seien die anderen, heißt es. Das könnte euch so passen, möchte ich dem entgegnen, nicht mal an der eigenen Hölle schuld sein. Jens Reimanns Zustimmung denkt vielleicht ähnlich; sein hier vorgestellter Text "Dantes Welt" aus seinem Buch "Separator" lässt jedenfalls ahnen, dass das Furchtbare an der Hölle wohl auch darin besteht, dass sie immer wieder erneut hereinbricht. Sonst könnten wir uns wohl am Ende sogar an die Hölle gewöhnen, nicht wahr?

Montag, 24. Mai 2010

Buchvorstellung: Separator (2/3)

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Jens Reimann kann auch dort mit unerbittlicher Genauigkeit erzählen, wo die konkreten Bilder wehtun. So auch im hier vorgestellten Ausschnitt aus dem Text "Unendliche Weite" des Buchs "Separator": Den Protagonisten Dierks erinnert sein weißes Bettlaken an den Schnee im Kriegsgeschehen, den er nur noch als weißen Dreck in Erinnerung hat.
Das Buch ist ohne die Ostsee kaum denkbar, ebenso wie ein gewisser kriminalistischer Sinn, Geradlinigkeit, Eigensinn und eine brummbärhafte Sensibilität.

Montag, 17. Mai 2010

Buchvorstellung: Separator (1/3)

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"Ein wunderschöner Schmetterling"
So lautet der Titel des feinfühligen Texts aus dem kürzlich erschienenen Buchs "Separator" von Jens Reimann. Ungewöhnliche Geschichten und abgründige Gedichte finden sich laut Untertitel darin, und das kann der Ohrenschützer mit reinster Seele unterschreiben. Dieses Buch ist wohl das beste überhaupt bisher im im Verlag "BOOKSun limited" aufgelegte Werk, zumindest meiner bescheidenen Meinung nach: Die Sujets sind packend, fröhlich, spannend, melancholisch, lebensbejahend und schräg zugleich, ein bunter Mix aus allen Gefühlen, die das Leben ausmachen. Daher schwierig hier zu präsentieren, aber der Appetit kommt ja bekanntlich beim Essen...

Dienstag, 1. Dezember 2009

Einmal Aldi und zurück ohne Satzzeichen

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In Zusammenarbeit mit dem Verlag "BOOKSun limited" erarbeitet der Ohrenschützer eine Hör-CD als Anthologie mehrerer Autoren. Hier auf der Podcast-Seite werden die besten Beiträge präsentiert, aus denen in weiterer Folge die CD zusammengestellt wird.

Teil 5: "Einmal Aldi und zurück ohne Satzzeichen" von Jens Reimann.
Ein schier atemloser Monolog wie eine Charakterbeschreibung, mit Kanten, Liebe, Plattheit, Humor und Poesie - direkt aus dem Leben gegriffen.

Montag, 19. Januar 2009

Der Blockwart

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Jens Reimann kann keinen langweiligen Text schreiben, steht zu befürchten. Ob kriminalistisch, poetisch, nüchtern-analytisch, oder wie im vorliegenden Beispiel nahe an einer Milieustudie, immer zieht der Text den Leser weiter, nährt sich von der messerscharfen Sprache und präsentiert sich am Ende meist mit einer dicken, fetten Aussage, die mit unserer seltsamen Art zu leben zu tun hat. Die meisten seiner Werke sind Erzählungen, in denen sich die Kraft eines großen Spannungsbogens erst richtig entfalten kann. Doch auch Kürzeres wie hier zu hören birgt polarisierenden Inhalt: Ist dieses Leben so oder wird es bloß der Einfachheit halber so gesehen?