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Freitag, 8. Oktober 2010

Wegweisend

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Oftmals bewegt sich ein Text spürbar zwischen zwei Ebenen, so auch der heute vorgestellte von Klaus Ebner mit dem Titel "Wegweisend". Besonders interessant dabei, dass er zwei Mal in die Tiefe gezerrt wird, um die Dinge von unten zu betrachten. Ein allzu bekannter Vorgang für denjenigen, der mit selbstkritischem Sensorium durch die Welt geht. Und auch ein Hinweis darauf, dass sich manches Mal im Leben ein kleines Türchen öffnet, durch das man schon eine Minute später nicht mehr durchschlüpfen kann, weil es entschwunden ist.
Wiederum dem Kurzgeschichtenband "Lose" von Klaus Ebner aus dem Jahr 2007 entnommen.

Donnerstag, 30. September 2010

Halbschlaf

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Auch dieser Text ist dem Kurzgeschichtenband "Lose" von Klaus Ebner aus dem Jahr 2007 entnommen. Besonders faszinierend ist dort die sprachlich-stilistische Umsetzung des Halbschlafs, die zwischen hastig-wirren Gedanken, nebulösen Eindrücken und aufschreckenden Irritationen wechselt. Daraus entsteht eine Stimmung, die über lange Strecken unklar lässt, ob und inwieweit sich der Protagonist in einer Traumwelt befindet oder nicht. Für den Ohrenschützer natürlich ein gefundenes Fressen: Ungewöhnlich und bemerkenswert.

Dienstag, 21. September 2010

Der Trinker

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Klaus Ebner, Schriftsteller und Übersetzer aus Wien, weist neben seinem ausgeprägten literarischen Engagement ein besonderes Talent aus: Sein Stil hat Wiederkennungswert. Er bleibt trotz Hochsprache gewissen Regionalausdrücken treu und scheut sich nicht davor, in den Erzählbögen ungewöhnliche Haken zu schlagen. Besonders ausgeprägt scheint das in seinem Kurzgeschichtenband "Lose" aus dem Jahr 2007, und ein gutes Beispiel ist wohl "Der Trinker" aus dem Abschnitt "Uferlos".