Dienstag, 16. August 2011

Heilige Schriften Teil 4: Das Tripitaka

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Der Zyklus "Heilige Schriften der Welt" präsentiert frei zusammengestellte Texte aus der Basis unserer Religionen. Teil 4 bringt aus dem buddhistischen Tripitaka die Erzählung über die Goldgans (Sutta Pitaka, Jataka, zehntes Buch, 451, übersetzt von Julius Dutoit) und anschließend die Lehrrede über das rechte Geben (Sutta Pitaka, Anguttara Nikaya,Tikandaki Vagga, Sappurisadana Sutta, A.V. 148). Es handelt sich dabei laut Quelle um den Pali Kanon des Theravada-Buddhismus, wobei das Sutta Pitaka als wichtigster Teil angesehen wird.

Kommentare:

Otmar hat gesagt…

Lieber Ohrenschützer.

Der Tripitaka-Text ist in der Hinsicht ein besonderer Text in deiner Auswahl, dass er eine ökologische Dimension hat, die bei den anderen Texten fehlt. Das macht dann schon ein wenig nachdenklich. Macht euch die Erde untertan.

Dass der Fiesling unter den Gefiederten wieder die Krähe ist!
In den Ferien ein Buch über Krähen und Raben gelesen. Raben sind ja ganz sicher zu den intelligentesten Tieren zu rechnen. Kennzeichnend für sie ist ja, dass sie in starken Sozialverbänden leben. Der Autor verblüffte mich der These, dass ein Sich-sehr-gut-Kennen eine wesentliche Voraussetzung dafür sei. Und da alle Rabenvögel rabenschwarz sind und i.d.R. die Paarbildung unter ihnen ein ganzes Leben hält, muss man anzunehmen, dass sie sich sehr gut kennen müssen. Einleuchtend ist sofort: verlässlich verteidigen kann man nur einen Kumpel, den man kennt. Ein Rabe wird jedes Rabennest in seinem Verband vor Angriffen schützen.
Freilich schließt sich jetzt die Frage an: wie gut kennen wir Menschen unseren Lebensräumen.

Ein Sprichwort sagt: eine Krähe hackt der anderen keine Auge aus. Auf Menschen lässt sich das Sprichwort vielleicht doch nicht übertragen.

Übrigens: Auf den Schultern Odins saßen die beiden Kolkraben Hugin und Munin.

Entschuldige für das Abschweifen. Anderseits danke ich dir gerade dafür, dass du das möglich gemacht hast mit dem Textzyklus.

Schöne Auswahl. Nachdenkliche.
Otmar

Der Ohrenschützer hat gesagt…

Vielen Dank, lieber Otmar. Dein Abschweifen nehme ich durchaus als Kompliment. Raben/Krähen haben in der Literatur ja durchaus interessante, durchwachsene Rollen angenommen, schon allein dies wäre einmal einen kleinen Streifzug wert. "Nevermore!"

Schöne Grüße,
Der Ohrenschützer