Samstag, 31. Dezember 2011

Schuld der schönen Frau




Zum Jahreswechsel nimmt der Ohrenschützer die Gelegenheit wahr, wieder mal einen Text von Joanna Lisiak zu vertonen. Die schönen Beine, auf die sich Männeraugen so gerne richten, stehen im Mittelpunkt, Ästhetik, die ruht und sich bewegt, zu des einen Leid, des anderen Freud. Und in der größten Lautstärke noch die kleinsten, nackten Fundamente der Poesie zu finden, sei ein Teil des Glücks.

Der werten Hörerschaft ein gutes neues Jahr! Veränderungen stehen bevor, Zusammenarbeiten mit Literaturforen, welche die Videopodcasts in den Hintergrund drängen werden, aber neue Impulse zu bringen versprechen. Der Ohrenschützer ist gespannt und zuversichtlich.


Samstag, 12. November 2011

Der Wassergolg

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Nach längerer Pause folgt nun wieder ein schönes Beispiel für Othmar Mahlmeisters Dichtkunst, in dem er den Besuch einer Waschstraße auf unvergleichliche Art und Weise schildert. Der darin vorkommende Verweis auf das Lied "Pienes Tanz" entstammt übrigens dem Album "Hmm" (1983) von Büdi und Gumbls.
(Aktualisierung vom 14.11.2011:) Die fotografische Dokumentation dieses Ereignisses (welche mangels kurzfristiger Verfügbarkeit leider nicht Basis des obigen Video-Optik war) findet sich auf Othmars Bildsammlung auf Flickr, deren Betrachtung an dieser Stelle wärmstens empfohlen wird.

Dienstag, 16. August 2011

Heilige Schriften Teil 4: Das Tripitaka

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Der Zyklus "Heilige Schriften der Welt" präsentiert frei zusammengestellte Texte aus der Basis unserer Religionen. Teil 4 bringt aus dem buddhistischen Tripitaka die Erzählung über die Goldgans (Sutta Pitaka, Jataka, zehntes Buch, 451, übersetzt von Julius Dutoit) und anschließend die Lehrrede über das rechte Geben (Sutta Pitaka, Anguttara Nikaya,Tikandaki Vagga, Sappurisadana Sutta, A.V. 148). Es handelt sich dabei laut Quelle um den Pali Kanon des Theravada-Buddhismus, wobei das Sutta Pitaka als wichtigster Teil angesehen wird.

Samstag, 30. Juli 2011

Heilige Schriften Teil 3: Der Talmud

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Der Zyklus "Heilige Schriften der Welt" präsentiert frei zusammengestellte Texte aus der Basis unserer Religionen. Teil 3 bringt einen Ausschnitt aus dem Talmud, und zwar aus den Sprüchen der Väter, dem "Mischnah Awot" bzw dem "Pirkej Awot", (4, 1-11 und 1,18). Auch hier ist zu erwähnen, dass der Talmud in der Regel in der Originalsprache, also Hebräisch oder Aramäisch, studiert wird.

Freitag, 24. Juni 2011

Heilige Schriften Teil 2: Der Koran

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Der Zyklus "Heilige Schriften der Welt" präsentiert frei zusammengestellte Texte aus der Basis unserer Religionen. Teil 2 bringt die Koran-Übersetzung von Friedrich Rückert (1788–1866) ins Deutsche, welche recht frei und poetisch angelegt ist. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass das Studium im arabischen Originaltext empfohlen wird, da jede Übersetzung (und gerade diese) eine potentiell verfälschende Interpretation beinhält. Sie hören die Suren 92, 93, 94, 97 und 112.

Sonntag, 12. Juni 2011

Heilige Schriften Teil 1: Die Bibel

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Der Zyklus "Heilige Schriften der Welt" präsentiert frei zusammengestellte Texte aus der Basis unserer Religionen. Teil 1 beschäftigt sich mit der Bibel und zitiert aus dem Neuen Testament zuerst den Brief des Apostels Paulus an die Korinther (1 Kor 13) und danach das Johannes-Evangelium (Joh 15, 9-17) zu einem zentralen Thema des Christentums: Die Liebe.

Sonntag, 29. Mai 2011

Enthaltung

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Enthaltung ist der III. Teil eines Zyklus des Ohrenschützers zum Thema "Apokalypse", im Konkreten "Das schwarze Pferd":
"Und als es das dritte Siegel auftat, hörte ich die dritte Gestalt sagen: Komm! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd. Und der darauf saß, hatte eine Waage in seiner Hand. Und ich hörte eine Stimme mitten unter den vier Gestalten sagen: Ein Maß Weizen für einen Silbergroschen und drei Maß Gerste für einen Silbergroschen; aber dem Öl und Wein tu keinen Schaden!"

Der vierte Teil wurde bereits hier online gestellt; im dritten Teil wird Richards Aufenthalt im Gefängnis beschrieben und seine unfreiwillige Enthaltsamkeit mit dem Weglassen der Verben ausgedrückt (bis auf die Traumszenen). Dadurch wird der Text staubtrocken, unhandlich und hart. Das apokalyptische Ende stellt das Ende der Lebenslust dar.

Samstag, 21. Mai 2011

Buchvorstellung: Nächte wie diese

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Das Buch "Nächte wie diese", ein John Belush–Krimi von Klaas Klaasen, erschienen im M. & N. Boesche Verlag, soll hier mit einem Appetithappen vorgestellt werden. Aus der Inhaltsangabe:
"Bei einem Einbruch fällt ein brisanter Umschlag mit gefährlichem Inhalt in unberufene Hände. Das lässt eine bestimmte Gruppe illegal in den USA lebender Menschen zu einem tödlichen Wespenschwarm werden. Für den ehemaligen Polizei-Detektiv Belush, von der Liebe enttäuscht, werden seine diesbezüglichen Recherchen zum Seil, auf dem er selbst zum Tänzer wird."

Montag, 2. Mai 2011

Vom Hund

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Der Ohrenschützer hat vor kurzem übers Internet einen alten Freund wiedergetroffen, nämlich Robin von den Socken, hauptberuflich Hund in Rente. Mit unverhohlener, beidseitiger Freude und einseitigem, heftigen Schwanzwedeln wurde so manch erheiterndes Wort gewechselt, und so entstand der spontane Entschluss, dass Old Shlotterback die bildliche Hauptrolle in einer hiesigen Video-Podcast-Folge übernehmen möge. Unterlegt mit Frauchens Text, Spenderin von Trockenfutter und Sandalettenbändchen, Regina Versen, gewinnt der geneigte Hörer einen kleinen Einblick in Robins Welt, vom kleinen Würfling bis zum weisen Wiesengelüfteten. Dir zu Ehren - möge dein Napf immer wohlgefüllt sein, mein Guter.

Dienstag, 19. April 2011

Schlemihls Enkel (2/2)

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Im zweiten Teil von Elke Kemnas Text wird offenbar, dass die virtuelle Welt, der Cyberspace im Laufe der Kinder-Generationen immer mehr an Bedeutung gewinnt. Ob man genug Geld auf "World Of Warcraft" hat oder im echten Leben - wo ist da noch der Unterschied? Wer nicht auf facebook ist, existiert nicht; wer nicht gegoogelt werden kann, noch weniger. Das mag dem Ohrenschützer nicht gefallen, aber in diesem Zug der Zeit sitzt er nun mal auch mit drin. *dislike* Pling!

Donnerstag, 14. April 2011

Schlemihls Enkel (1/2)

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Sowohl Text als auch die Bilder des heutigen Beitrags stammen von Elke Kemna, die dem Geschlecht der Schlemihls einen neuzeitlichen Fall hinzufügt. Der arme Teufel lässt sich auf ein wissenschaftliches Experiment ein, welches entgegen den weitläufigen Klischees jedoch nicht von fortschrittsgläubigen und menschenverachtenden Unmenschen betrieben wird. Nein, der Mensch, seine Gefühle, Glück, Erfüllung und Zufriedenheit sind dort oberstes Gebot. Und dennoch...

Aber wir wollen nicht zuviel verraten. Der zweite und letzte Teil folgt demnächst.

Montag, 4. April 2011

Der Wassermann

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Obgleich nun schon ein anderer, zweiteiliger Text in der Warteschlange steht, nutzt der Ohrenschützer die Pause, um ein weiteres Gedicht aus der kreativen Denkwerkstatt Rudolf Geisers vorzustellen, welches aktuell sogar Gedicht der Woche auf jokers.de geworden ist. Flugs war der Text vertont und mit Bildern ausgestattet, denn so eine Steilvorlage darf man sich schließlich nicht entgehen lassen.

Mittwoch, 2. März 2011

Der Schimmelreiter

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Mit Gerd Geiser hatte der Ohrenschützer schon sein Vergnügen, nun erbot sich Rudolf Geiser, ebenso mit einem wunderbaren Sinn für Humor gesegnet, für eine Vertonung. Der Schimmelreiter, in seiner etwas verknöcherten Dramatik ein geeignetes Opfer, wird hier samt Deich und Schimmel zerlegt, bis am Ende nur noch Tautologien übrigbleiben. Für den Ohrenschützer lässt sich so eine Gelegenheit für Pythonsche "Pepperpots" (als die Schauspieler in hausmütterchenartige Frauenrollen schlüpften). "Anhören?" - "Gleich." - "Nee, nee, sofort!"

Dienstag, 22. Februar 2011

Irre

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Der vorerst letzte Ausschnitt aus debrumas Texten erklärt, warum die Protagonistin überhaupt ihre Erlebnisse niederschreibt. Und welche Eigenschaft beide teilen, nämlich das nicht zu bändigende Interesse am Phänomen Mensch und seinen alltäglich-seltsamen Ausprägungen. Selbiges fesselt auch den Ohrenschützer, der gespannt ist, wohin der debruma-Blog noch führen wird.
Die Fotos und die Bildregie dieses Beitrags jedenfalls stammen - bewährt und kongenial - vom einzigartigen Othmar Mahlmeister.

Montag, 14. Februar 2011

Die Wahrheit über den Weihnachtsmann

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Piet ist der Sohn von Lu, der wir im ersten hier vorgestellten Text von debruma schon begegnet sind. Er hat seinem selten und unregelmäßig erscheinenden Vater Till ein Bild gemalt, um es ihm mitzugeben. Und hiermit sind wir schon mitten in debrumas Universum, deren Protagonistin intelligent und gewitzt ihr Leben meistert und eine seltsame, nicht näher definierbar Bürde mit sich trägt. Dabei ist ihr Alltag zum Teil so schräg, dass es nicht mehr auffällt, wenn sie für eine Vampirin arbeitet. Zur Erinnerung: Ihre Texte finden sich hier.

Die wunderbar passenden Bilder für den hier dargestellten Video-Podcast stammen diesmal von Elke Kemna, für deren Unterstützung sich der Ohrenschützer hiermit herzlich bedankt.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Liegen Bleiben

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video

Die Autorin debruma hat ein kleines, feines Weblog erstellt, in welchem sie über kleine Miniaturen mehrere Erzählstränge verfolgt. Dies mit der ihr eigenen Verkürzung und starken Dialogen, aber auch mit einem ungemein kräftigen Sog, der nach mehr verlangt. Daraus hört der geneigte Leser  eine Bild-Lesung in Zusammenarbeit mit dem großartigen Othmar Mahlmeister, welcher für die Bilder und die Regie verantwortlich zeigt.

PS. Keine Sorge, der Ohrenschützer war und ist wohlauf; die Krankheit des Vorlesers ist nur vorgetäuscht.

Montag, 31. Januar 2011

Dichter ans Licht

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Mit der letzten Textvorstellung von Günter Sopper (http://www.guenter-sopper.de/) wird hier ein neues Kapitel der Web-Präsentation des Ohrenschützers vorgestellt: Das Podcast-Video. Die wunderbar abgestimmten Bilder kommen von Othmar Mahlmeister (http://rechnerklemmt.blogspot.com/), womit sich ein vielsinnig ansprechendes Ganzes ergeben sollte. Und der Titel, "Dichter ans Licht", kann wohl auch so interpretiert werden, als dass ein Text über die Tonsprache auch in Bildern ausgedrückt wird. Der Ohrenschützer findet's spannend und wünscht gute Unterhaltung.
(aktualisiert am 02.03.2011 mit neuem Schnitt)

Samstag, 22. Januar 2011

Die Zecke

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Wer mit der Sprache spielt, wird automatisch rhythmisch-musikalische Bereiche neu erschließen. Insofern ist der Sprung von diesem Text Günter Soppers zum Rap nicht besonders weit. Aber keine Angst, der Ohrenschützer rappt nicht schon wieder, obgleich eine zungenbrecherische Verlockung durchaus festzustellen war, das Gedicht in höchstmöglichem Tempo herunterzurattern. Das hätte jedoch besser zum springlebendigen Floh gepasst als zur trägen, sich in die Haut eingrabenden Zecke. Und schnell und langsam lesen gleichzeitig geht doch nicht. Wirklich nicht. Nein, ganz bestimmt nicht.

Donnerstag, 13. Januar 2011

Feuerherz

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Günter Sopper ist zweifellos ein kreativer Kopf in seinen Funktionen als Dirigent, Instrumental- und Liedbegleiter, Kabarettist, Improvisator und Komponist von Bühnenmusiken, Chansons, Liedern, Kammer- und Orchestermusik. Doch auch seine Texte sprühen förmlich von Energie, wie man am hier vorstellten "Feuerherz" deutlich erkennen mag. Es handelt sich hierbei auch um eine Art Gegenentwurf zu einer bereits bestehenden Vertonung des Gedichts, deren Fokus eher auf einer perfekten Aussprache zu liegen scheint. Der Ohrenschützer pfeift jedoch auf technische Perfektion, wenn dafür das Gefühl den Raum bekommt, den es verdient.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Oktopus im Omnibus

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Der Ohrenschützer wünscht ein gutes neues Jahr mit einem Überraschungs-Gedicht vom guten, alten Othmar Mahlmeister, dessen Texte und Fotos auf seinem Blog http://rechnerklemmt.blogspot.com zu begutachten sind.

Was das überaus köstliche Gedicht betrifft, nur Folgendes: Wenn Sie demnächst Oktopus-Spuren im Schnee sichten, dann wissen Sie ja, warum.